Russischer Laika

05 März 2010 ein Kommentar
eingetragen unter: Lieblinge der Woche

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Ein Kommentar zu “Russischer Laika”

  1. Quebeck sagt:

    Der Herzog der Abruzzen unterschied 1903 die verschiedenen Laikarassen, wobei er sich auf die Aussagen des Fürsten Andr´e Schirimsky-Schichmatof stützte. Ihm zufolge gab es folgende Arten: den Tschuntschskaya Laika, den Baschkiren Laika, den Tungusen Laika, den Ostjaken Laika, den Samojeden Laika, den Sirganskaya Laika, den Wogulskaya Laika, den Tscheremisskaya Laika, den Lappländer Laika und den Finnländischen Karelsky Laika. 1947 wurde in der damaligen Sowjetunion durch den Allunions-Kynologenkongress der Standart für vier verschiedene Laika-Rassen (den Russisch-Europäischen Laika/REL, den West-Sibirischen Laika/WSL, den Ost-Sibirischen Laika/OSL und der Karelo-Finnische Laika/KFL) aufgestellt. Drei der Laikiarten( der Russisch-Europäische Laika, der West-Sibirische Laika und der Ost-Sibirische Laika) sind inzwischen von der FCI anerkannt. Die sowjetischen Behörden erklärten daraufhin, daß der Laika nur innerhalb der Grenzen der UdSSR existieren kann. Folglich ignorierten sie den international anerkannten Karelischen Bärenhund aus Finnland, der zweifellos ein Laika war, und ersetzten ihn durch den schwarz-weißen Russisch-Europäischen Laika. Der Russisch-Europäische Laika ist eine Kreuzung aus russischen Utschak-Hirtenhunden und finnischen Spitzähnlichen Elchjägern, aber im Gegensatz zu seinen finnischen Verwandten ist der russischen Laika kräftiger und stabiler gebaut. Der Name Laika ist ursprünglich keine Rassebezeichnung (Laika wird von den Russen als Kollektivbenennung gebraucht), sondern kommt aus dem Russischen (russ. lajatj, bellen) und kennzeichnet damit die Bellfreude der Rasse. Laikie´s wurden lange Zeit als Universajäger eingesetzt, da sie unerschrocken, hartnäckig und ausdauernd waren (und auch noch sind), und vor großem Wild wie Elche, Bären, Sibirischen Tigern und Wölfen keine Angst zeigten. Heute werden sie zwar grösstenteils noch in der Jagd verwendet, doch ihr Aufgabenbereich hat sich um einiges erweitert. Im Jahre 2002 wurden 60 Laiki im Yellowstone Nationalpark in Dienst genommen um die Ranger dort bei ihrer Arbeit zu unterstützen. Durch ihre Vielzahl an Lauten, die ein Laika gezielt in der Lage ist auszustossen, kann er dem Ranger mitteilen welches Tier sich einem Campingplatz oder Rastplatz nähert. Durch diese Lautäusserung des Laika ist der Ranger in der Lage, schnelle und gezielte Maßnahmen einzuleiten, um Berglöwen, Bären und Wölfe von den Menschen fernzuhalten. Der berühmte erste Hund im All war übrigens auch ein Hund dieser Rasse…es war eine Laika-Mischlingshündin.

    Es sind heute in Russland weitverbreitete, temperamentvolle Jägerhunde, die auch mal einen Schlitten ziehen müssen. Die Widerristhöhe liegt zwischen gut 50 und 60 cm. Laiki sind wohlproportionierte, muskulöse Hunde. Der Körperbau erscheint in einem leichten Rechteckformat und soll den Eindruck von Lebendigkeit, Robustheit und Tempo vermitteln. Der Kopf ist länglich und leicht keilförmig. Ihr dicht behaartes Fell hat den charakteristischen Doppelmantel aus dichtem, groben Deckhaar und reichlich weicher Unterwolle. Am Hals, Widerrist und Schultern bildet das Fell einen prachtvollen Kragen, während es am Körper mittellang, an Kopf und Gliedmassen kurz ist. Die Farben sind weiß, schwarz, grau, rot, braun und wolfsgrau in allen Schattierungen. Der Hund kann gefleckt oder gescheckt gezeichnet sein. Abzeichen sind nebensächlich. Der Laika trägt eine buschige Ringelrute und etwas grössere Stehohren als man sie bei Schlittenhunden kennt.

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