Russischer Laika

05 März 2010 ein Kommentar
eingetragen unter: Lieblinge der Woche

westsibirischer LaikaUnter Laika (russisch Лайка) werden einige russische Hunderassen geführt, von der FCI sind drei anerkannt (Nr. 304, 305 und 306, Gr. 5, Sek. 2).

Die Hündin “Laika” ist vielen von uns noch aus der sowjetischen Weltraumfahrt bekannt.

Laika (russisch лаять (lajat′) = bellen, Pl. Laiki) ist aber auch der Name von Russischen Hunderassen. Die einzelnen Rassevertreter sind sich sehr ähnlich, alle etwa 65 cm groß und werden bis 30 kg schwer. Auch innerhalb einer Rasse divergieren sie wie bei vielen “Gebrauchshunden”, wo die Rassezugehörigkeit nachrangig ist, gegenüber dem tatsächlichen Einsatzgebiet. Der Allunions – Kynologenkongress in der damaligen Sowjetunion stellte 1947 für vier Laika-Rassen Standards auf, die inzwischen alle von der FCI anerkannt sind.  Neben diesen Standards gibt es noch viele regionale Rassen.

Für alle Laiki gilt in etwa: dichtes Fell mit reichlich Unterwolle, fuchsfarbig, graurötlich, schakalfarbig, wolfsfarbig, gelb, schwarz/weiß. Stehende, etwas seitlich angesetzte Ohren und ein aufgerollter Schwanz.

Laiki sind selbstständig jagende Hunde mit einer trotzdem starken Führerbindung. Ihre Aufgabe ist das selbstständige Finden, Stellen und Verbellen der Beute. Dabei setzen sie typischerweise alle Sinne gleichberechtigt ein und nicht nur ihre Nase. Im Unterschied zu Elchhunden jagen sie typischerweise nicht sehr weit und suchen etwa alle 20-30 Minuten den Kontakt zum Hundeführer.

die einzelnen Rassen

europäischer Leika

Russisch-Europäischer Laika

Diese Rasse ist im Bereich der Halbinsel Kola bis hin zum Fernen Osten Russlands verbreitet. Der Russisch-Europäische Laika ist eng verwandt mit dem Karelischen Bärenhund. Er ist der kleinste aller anerkannten Laiki. Die am weitesten verbreitete Färbung in der Rasse ist schwarz mit weißen Abzeichen. Dieser Laika-Schlag hat mittlerweile seinen Weg ins europäische Ausland gefunden.

Westsibirischer Laika

Das Hauptverbreitungsgebiet des Westsibirischen Laika ist die Waldzone des Urals, Westsibiriens und des unteren Ob-Gebietes. Diese Rasse wird bei der Großwildjagd eingesetzt.

Ostsibirischer Laika

Diese Rasse ist der Laika des Gebiets der offenen Taiga und Sibiriens. Aufgrund der Umweltbedingungen und seinem Aufgabengebiet ist dies die größte der hier angesprochenen Laika-Rassen. Am beliebtesten sind einfarbige, dunkle Hunde.

Jakutischer Laika

Ein weiterer Laika, der noch nicht von der FCI anerkannt wurde.

Tschukotskaja Jesdowaja, Tschuktschen-Laika

In ganz Sibirien sind alle urtypischen Hunde Abkömmlinge der ersten Hunde, die die aus dem Süden kommenden Einwanderer in diese Regionen gebracht hatten. Jesdowaja Laika bedeutet „Transport-Laika“ oder „Laika, der einen Schlitten zieht“:

ostsibitische Laika

ostsibirischer Laika

 

west sibirischer Laika

west sibirischer Laika

 

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Ein Kommentar zu “Russischer Laika”

  1. Quebeck sagt:

    Der Herzog der Abruzzen unterschied 1903 die verschiedenen Laikarassen, wobei er sich auf die Aussagen des Fürsten Andr´e Schirimsky-Schichmatof stützte. Ihm zufolge gab es folgende Arten: den Tschuntschskaya Laika, den Baschkiren Laika, den Tungusen Laika, den Ostjaken Laika, den Samojeden Laika, den Sirganskaya Laika, den Wogulskaya Laika, den Tscheremisskaya Laika, den Lappländer Laika und den Finnländischen Karelsky Laika. 1947 wurde in der damaligen Sowjetunion durch den Allunions-Kynologenkongress der Standart für vier verschiedene Laika-Rassen (den Russisch-Europäischen Laika/REL, den West-Sibirischen Laika/WSL, den Ost-Sibirischen Laika/OSL und der Karelo-Finnische Laika/KFL) aufgestellt. Drei der Laikiarten( der Russisch-Europäische Laika, der West-Sibirische Laika und der Ost-Sibirische Laika) sind inzwischen von der FCI anerkannt. Die sowjetischen Behörden erklärten daraufhin, daß der Laika nur innerhalb der Grenzen der UdSSR existieren kann. Folglich ignorierten sie den international anerkannten Karelischen Bärenhund aus Finnland, der zweifellos ein Laika war, und ersetzten ihn durch den schwarz-weißen Russisch-Europäischen Laika. Der Russisch-Europäische Laika ist eine Kreuzung aus russischen Utschak-Hirtenhunden und finnischen Spitzähnlichen Elchjägern, aber im Gegensatz zu seinen finnischen Verwandten ist der russischen Laika kräftiger und stabiler gebaut. Der Name Laika ist ursprünglich keine Rassebezeichnung (Laika wird von den Russen als Kollektivbenennung gebraucht), sondern kommt aus dem Russischen (russ. lajatj, bellen) und kennzeichnet damit die Bellfreude der Rasse. Laikie´s wurden lange Zeit als Universajäger eingesetzt, da sie unerschrocken, hartnäckig und ausdauernd waren (und auch noch sind), und vor großem Wild wie Elche, Bären, Sibirischen Tigern und Wölfen keine Angst zeigten. Heute werden sie zwar grösstenteils noch in der Jagd verwendet, doch ihr Aufgabenbereich hat sich um einiges erweitert. Im Jahre 2002 wurden 60 Laiki im Yellowstone Nationalpark in Dienst genommen um die Ranger dort bei ihrer Arbeit zu unterstützen. Durch ihre Vielzahl an Lauten, die ein Laika gezielt in der Lage ist auszustossen, kann er dem Ranger mitteilen welches Tier sich einem Campingplatz oder Rastplatz nähert. Durch diese Lautäusserung des Laika ist der Ranger in der Lage, schnelle und gezielte Maßnahmen einzuleiten, um Berglöwen, Bären und Wölfe von den Menschen fernzuhalten. Der berühmte erste Hund im All war übrigens auch ein Hund dieser Rasse…es war eine Laika-Mischlingshündin.

    Es sind heute in Russland weitverbreitete, temperamentvolle Jägerhunde, die auch mal einen Schlitten ziehen müssen. Die Widerristhöhe liegt zwischen gut 50 und 60 cm. Laiki sind wohlproportionierte, muskulöse Hunde. Der Körperbau erscheint in einem leichten Rechteckformat und soll den Eindruck von Lebendigkeit, Robustheit und Tempo vermitteln. Der Kopf ist länglich und leicht keilförmig. Ihr dicht behaartes Fell hat den charakteristischen Doppelmantel aus dichtem, groben Deckhaar und reichlich weicher Unterwolle. Am Hals, Widerrist und Schultern bildet das Fell einen prachtvollen Kragen, während es am Körper mittellang, an Kopf und Gliedmassen kurz ist. Die Farben sind weiß, schwarz, grau, rot, braun und wolfsgrau in allen Schattierungen. Der Hund kann gefleckt oder gescheckt gezeichnet sein. Abzeichen sind nebensächlich. Der Laika trägt eine buschige Ringelrute und etwas grössere Stehohren als man sie bei Schlittenhunden kennt.

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