Appenzeller Sennenhund

08 Mai 2009 ein Kommentar
eingetragen unter: Lieblinge der Woche

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Ein Kommentar zu “Appenzeller Sennenhund”

  1. Steffan sagt:

    Der Große Schweizer Sennenhund arbeitet sehr gern. Zutreffend ist hier die alte Redensart „ein beschäftigter Hund ist ein glücklicher Hund“. Die ihm von Menschen gestellten Aufgaben erfüllt er gern wobei ein gutes Wort und Zärtlichkeiten ausreichende Belohnung für ihn sind. Dank starker Schultern, Gliedern und Brust können diese Hunde unermüdlich arbeiten. Früher dienten sie als Viehhüter und ihren Hirten-Instinkten gingen bis heute nicht verloren. Nach geeignetem Training können sie auch heute in solchen Funktionen eingesetzt werden. Wir unterscheiden zwei Arten der Hirtenhunde – die, die selbständig die Tiere bewachen sollen und die Treibhunde, die sich näher am Menschen befinden, die Herde treiben, jedoch keinen Killerinstinkt aufweisen. Sie sind relativ sanft und unbekümmert, jedoch so pflichtbewusst um auf ihrem Platz zu bleiben und die Herde zu bewachen. Ursprünglich war der Große Schweizer Sennenhund ein Arbeitshund, deshalb soll man nicht außer Acht lassen, dass er schärfere Zähne als zum Beispiel ein Labrador oder andere Jagdhunde hat. Man soll ihm speziell bearbeitete Knochen geben, so hart, dass er an ihnen längere Beschäftigung findet.

    Die Großen Schweizer Sennenhunde reagieren anders als die meisten Haushunde auf die Fremden. Sie kommen nicht mit wedelndem Schwanz zu ihnen, sondern bleiben in einer gewissen Entfernung stehen und bellen den Eindringling mit ihrer tiefen Stimme an. Es ist jedoch keine Aggressivität, die sie zeigen könnten, falls sie wie Kampfhunde geschult würden. Dazu sind sie allerdings kaum geeignet, weil es nur ihren wahren Charakter zerstören würde. Manchmal kommen sie näher und bei dem Streichelversuch laufen sie weg, um sich bald wieder zu nähern. Dieses Verhalten soll nicht als Anzeichen der Angst verstanden werden; es ist die Neugier, verbunden mit Wachsamkeit und sorgfältig ausgewogener Vorsicht. Die Schweizer Sennenhunde lieben die Bewegung, brauchen viel Auslauf, und da sie ein bisschen schwerfällig sind, kann sie ein Spiel mit Labrador oder z.B. mit Rhodesian Ridgeback ziemlich ermüden. In der Regel verstehen sie sich aber mit den Vertretern ihrer Gattung und die frühe Sozialisierung dieser Hunde ist nur aus diesem Grund erforderlich, damit sie einschätzen können, wer überhaupt spielen wird und wer dazu im Moment gar keine Lust hat. Nach dem Spielen kommen sie total erschöpft und nass gesabbert zurück, allerdings sind sie nicht selbst daran Schuld, was von ihren Besitzern hochgeschätzt wird. Diese Hunde sabbern nicht, und wenn, dann ist dieser Speichelfluss, gemäß dem Pawlow-Reflex, die Folge der angekündigten Fütterung. Diese wichtige Tatsache ist mit dem anatomischen Bau von den sog. Lefzen verbunden, die bei dieser Rasse wenig ausgebildet und anliegend sind.

    Die Vorbereitung des Großen Schweizer Sennenhundes für eine Ausstellung verlangt keinen großen Aufwand. Da das Haar kurz ist, bedarf es nur wenig Pflege – ein paar mal pro Woche soll das Fell ausgebürstet werden. Außerdem soll man die Zahnpflege nicht außer Acht lassen, gute Kondition bewahren (Mangelernährung oder Verfettung vermeiden, ausreichende Bewegung ermöglichen), dann heißt es nur gleichmäßiges Traben trainieren und so können sie schon in den Ring gehen. Es könnte ganz angenehm sein – vorausgesetzt nicht nur für Dich sondern auch für Deinen Hund.

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