Appenzeller Sennenhund

08 Mai 2009 ein Kommentar
eingetragen unter: Lieblinge der Woche

Appenzeller SennenhundPflegeleicht, Intelligent und vielseitig einsetzbar (weitere Namen: Appenzellerhund, Appezöller Bläss)

Geschichte und Herkunft

Der Appenzeller Sennenhund ist eine Hunderasse die vermutlich ihren Ursprung in der Schweiz hat, andere Namen für diese Rasse umfassen Appenzellerhund und Appezöller Bläss. Archäologische Knochenfunde untermauern diese Vermutungen. Es war ein Forstbeamter der Ende des 19. Jahrhunderts auf diese außergewöhnliche Rasse aufmerksam wurde.

 Bei einer Reise durch das Appenzeller Land waren Max Siber Hunde aufgefallen die offensichtlich ein besonderes Talent hatten, Viehherden zu treiben, zu bewachen und zu beschützen. Er verfasste das erste Standardwerk über diese Rasse das 1898 erschien. 1906 rief Josef Gmünder den ersten Appenzeller Sennenhund Club ins Leben und legte ein Zuchtbuch an. 1914 waren darin schon über 100 Hunde eingetragen.

Der Appenzeller Sennenhund ist ein relativ kleiner Hund. Im Vergleich zu seinen nächsten Verwandten, dem Berner Sennenhund und dem Großen Schweizer Sennenhund, kann man ihn sogar als zierlich bezeichnen. Erreicht der Große Schweizer Sennenhund ein Gewicht von 60 kg, wiegt der Appenzeller Sennenhund maximal 25 kg. Während Berner und Großer Schweizer Sennenhund eine Größe zwischen 70 und 72 cm erreichen, werden die Rüden bei den Appenzellern nur bis zu 58 cm groß und die Hündinnen 56 cm.

Auch der Körperbau der Appenzeller Sennenhunde ist eher schmal und nicht mit dem massiven und kräftigen Berner Sennenhund zu vergleichen. Das Fell dieser Hunde ist kurz und rassetypisch schwarz oder dunkelbraun. Charakteristisch sind die weißen und hellbraunen Flecken und die zumeist weiße Brust. Das Fell der Hunde ist einfach zu pflegen. Alle zwei Wochen sollte es gründlich gebürstet werden, um es von Parasiten und Schmutz zu befreien.

Appenzeller Sennenhunde wurden über Jahrhunderte auf einfachen Bauernhöfen gehalten und sind deshalb, was das Futter angeht, eher anspruchslos. Man könnte sie auch als Allesfresser bezeichnen. Leider haben Sennenhunde die Angewohnheit, im Müll zu stöbern. Man sollte also darauf achten oder ihn dahingehend erziehen, dass er nicht in Mülltonnen gräbt.

Appenzeller Sennenhunde sind intelligente Hunde, die absolut Familien- und Kindertauglich sind. Sein Motto könnte lauten: Müßiggang ist aller Laster Anfang. Appenzeller müssen beschäftigt werden. Dabei sollten sinnvolle Aufgaben und Spiel einander abwechseln. Sie erfüllen die ihnen übertragenen Aufgaben mit großem Ernst und Sorgfalt. Appenzeller Sennenhunde sind hartnäckig und geben nicht so schnell auf, ein Aspekt warum sie zu Lawinen- und Rettungshunden ausgebildet werden. Ein weiterer Pluspunkt ist ihre bedingungslose Treue. Ob als Begleiter für Blinde oder als Beschützer für Kinder, auf diesen Hund ist Verlass. Da er Fremden gegenüber sehr misstrauisch ist, eignet er sich auch als Wachhund, zumal er sehr laut und kräftig bellen kann.

Sie haben ein ausgeprägtes Selbstbewusstsein, dass macht sie zu hervorragenden Hütehunden. Mühelos halten sie eine Herde Bullen in Schach. Selbst wenn er eine große Schafherde in unwegsamem Gelände zu bewachen hat, geht kein Tier verloren. Was der Appenzeller allerdings braucht, ist eine gute und vor allem sorgfältige Erziehung. Da er aber sehr schnell und gerne lernt, macht die Ausbildung dieser Hunde große Freude.

Appenzeller können zwar in Wohnungen gehalten werden, sollten aber niemals an die Kette gelegt werden. Da er treu und anhänglich ist, zieht er ein leben innerhalb “seiner” Familie vor und keine Hundehütte. Die Nachfrage nach reinrassigen Appenzeller Sennenhunden ist groß, umso mehr erstaunt es, dass in der Schweiz jährlich nur noch maximal 150 Welpen geboren werden.

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Ein Kommentar zu “Appenzeller Sennenhund”

  1. Steffan sagt:

    Der Große Schweizer Sennenhund arbeitet sehr gern. Zutreffend ist hier die alte Redensart „ein beschäftigter Hund ist ein glücklicher Hund“. Die ihm von Menschen gestellten Aufgaben erfüllt er gern wobei ein gutes Wort und Zärtlichkeiten ausreichende Belohnung für ihn sind. Dank starker Schultern, Gliedern und Brust können diese Hunde unermüdlich arbeiten. Früher dienten sie als Viehhüter und ihren Hirten-Instinkten gingen bis heute nicht verloren. Nach geeignetem Training können sie auch heute in solchen Funktionen eingesetzt werden. Wir unterscheiden zwei Arten der Hirtenhunde – die, die selbständig die Tiere bewachen sollen und die Treibhunde, die sich näher am Menschen befinden, die Herde treiben, jedoch keinen Killerinstinkt aufweisen. Sie sind relativ sanft und unbekümmert, jedoch so pflichtbewusst um auf ihrem Platz zu bleiben und die Herde zu bewachen. Ursprünglich war der Große Schweizer Sennenhund ein Arbeitshund, deshalb soll man nicht außer Acht lassen, dass er schärfere Zähne als zum Beispiel ein Labrador oder andere Jagdhunde hat. Man soll ihm speziell bearbeitete Knochen geben, so hart, dass er an ihnen längere Beschäftigung findet.

    Die Großen Schweizer Sennenhunde reagieren anders als die meisten Haushunde auf die Fremden. Sie kommen nicht mit wedelndem Schwanz zu ihnen, sondern bleiben in einer gewissen Entfernung stehen und bellen den Eindringling mit ihrer tiefen Stimme an. Es ist jedoch keine Aggressivität, die sie zeigen könnten, falls sie wie Kampfhunde geschult würden. Dazu sind sie allerdings kaum geeignet, weil es nur ihren wahren Charakter zerstören würde. Manchmal kommen sie näher und bei dem Streichelversuch laufen sie weg, um sich bald wieder zu nähern. Dieses Verhalten soll nicht als Anzeichen der Angst verstanden werden; es ist die Neugier, verbunden mit Wachsamkeit und sorgfältig ausgewogener Vorsicht. Die Schweizer Sennenhunde lieben die Bewegung, brauchen viel Auslauf, und da sie ein bisschen schwerfällig sind, kann sie ein Spiel mit Labrador oder z.B. mit Rhodesian Ridgeback ziemlich ermüden. In der Regel verstehen sie sich aber mit den Vertretern ihrer Gattung und die frühe Sozialisierung dieser Hunde ist nur aus diesem Grund erforderlich, damit sie einschätzen können, wer überhaupt spielen wird und wer dazu im Moment gar keine Lust hat. Nach dem Spielen kommen sie total erschöpft und nass gesabbert zurück, allerdings sind sie nicht selbst daran Schuld, was von ihren Besitzern hochgeschätzt wird. Diese Hunde sabbern nicht, und wenn, dann ist dieser Speichelfluss, gemäß dem Pawlow-Reflex, die Folge der angekündigten Fütterung. Diese wichtige Tatsache ist mit dem anatomischen Bau von den sog. Lefzen verbunden, die bei dieser Rasse wenig ausgebildet und anliegend sind.

    Die Vorbereitung des Großen Schweizer Sennenhundes für eine Ausstellung verlangt keinen großen Aufwand. Da das Haar kurz ist, bedarf es nur wenig Pflege – ein paar mal pro Woche soll das Fell ausgebürstet werden. Außerdem soll man die Zahnpflege nicht außer Acht lassen, gute Kondition bewahren (Mangelernährung oder Verfettung vermeiden, ausreichende Bewegung ermöglichen), dann heißt es nur gleichmäßiges Traben trainieren und so können sie schon in den Ring gehen. Es könnte ganz angenehm sein – vorausgesetzt nicht nur für Dich sondern auch für Deinen Hund.

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